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Ehrung der Humusbotschafter 2018

von links: Dr. Rupert Ebner (Bürgermeister Neunburg v.W.), Josef Braun und Hermann Pennwieser, Christoph Felgentreu und Josef Hägler, Stefan Wimmer mit Joahnn Falter und Franz Herrler, Franz Rösl (1. Vorstand der IG gesunder Boden)

 

Humusbotschafter: Josef Braun, Biolandwirt
Seit 1988 Bio-Gemischtbetrieb (Acker-, Grünland, Wald, Milchkühe, Schweine, zwei Nutzungsrassen Geflügel, hofeigene Käserei) nach Richtlinien des organisch-biologischen Landbaus (Bioland), seit 2006 im Vorstand Bioland. Er setzt auf pfluglose Bodenbearbeitung seit 1980, auf Vermehrung von Wildpflanzen seit 1984 und auf Kompostierung von Rindermist seit 1990. Die Umstellung auf Minimalbodenbearbeitung erfolgte 1994 und ab 2008 etablierte er Agroforst. Zusammenarbeit mit der TU München, Weihenstephan seit 1980. Er praktiziert eine möglichst ganzjährige Bodenbedeckung und möglichst ganzjähriges Pflanzenwachstum bei einer 7-gliedrigen Fruchtfolge.

Laudator: Hermann Pennwieser, Biolandwirt aus Österreich
Geboren 1966 in Braunau/Inn, Universität für Bodenkultur Wien (Studienzweig Pflanzenbau, Schwerpunkt ökologischer Landbau und Boden-fruchtbarkeit) - Diplomabschluß 1997. 1983 bis 1987 Umstellung des elterlichen Betriebes auf biologischen Landbau, dabei Unterstützung seitens des Vaters. Betriebsführung ab 1990, Hofübernahme 1998. Funktionärstätigkeit im Verband Bio Austria bis 2005, Schwerpunkt Aufbau der Bioschweinevermarktung. 2005 bis 2008 Errichtung eines Biomasseheizwerkes in Schwand gemeinsam mit 20 Landwirten, Projektleitung als Obmann. Seit dem Studium selbstständige Forschung zur Bodenfruchtbarkeit sowie Praxisversuche am eigenen Betrieb. Ab 1990 Fachvorträge, Ackerbauseminare und Exkursionen auf den eigenen Betrieb zu den Themen Biolandbau und Bodenfruchtbarkeit. Veröffentlichung von Artikeln in landwirtschaftlichen und gartenbaulichen Zeitschriften sowie Buchbeiträge.

 

Humusbotschafter: Dipl.-Ing. agr. Christoph Felgentreu, Deutsche Saatenveredelung Lippstadt/Bückwitz
Studium der Pflanzenproduktion an der Humboldt-Universität. Zusatzstudium zum Fachingenieur für Futterproduktion in Berlin. Seit April 1990 Leiter der Betriebsstätte Deutsche Saatveredelung AG in Bückwitz. Dazu gehören 2,5 ha Versuchsfläche, auf der aktuelle Fragen der Landwirte aufgegriffen werden. Dazu werden gemeinsam mit Pflanzenschutz-, Düngemittel- und Technikfirmen Sorten und Anbautechnologien der wichtigsten in der Umgebung angebauten Kulturen getestet. Dies geschieht aktuell und praxisnah, gleichzeitig wird darauf geachtet wirtschaftlichen Ansprüchen zu genügen um signifikante Ergebnisse hervorzubringen.

Laudator: Josef Hägler, Biolandwirt
Bio-Landwirt mit Kalbinnenaufzucht und -mast, Ackerbau pfluglos und Wirtschaftsdüngeraufbereitung. Seine Erfahrung zeigt, dass Probleme der Tiergesundheit im Ungleichgewicht der Nährstoffversorgung im Boden liegen. Durch spezielle Bodenuntersuchungen und Pflanzenanalysen werden Nährstoffüberschüsse bzw. Mängel aufgedeckt. Durch die Umstellung der Düngung und Bodenbearbeitung wird Humus aufgebaut und dadurch der Boden wieder ins Gleichgewicht gebracht. Durch die bessere Bodenfruchtbarkeit wachsen gesunde, nährstoffreiche Pflanzen.

 

Humusbotschafter: Stefan Wimmer, Landwirt
Familie Wimmer bewirtschaftet einen konventionellen Gemischtbetrieb mit Milchvieh, Biogas und Hähnchenmast. Es werden Silomais, Kleegras, Winterweizen und Roggen- Triticale-Erbsen-Wicken Gemenge und durchdachte Zwischenfrüchte angebaut, womit eine 100%ige Begrünung über das Jahr angestrebt wird. Nach klassischer Ausbildung zum Landwirt besuchte Stefan die Fachschule für ökologischen Landbau in Landshut/Schönbrunn und absolvierte dort den Landwirtschaftsmeister. Seit 2011 wurde der Betrieb schrittweise auf pfluglose Bewirtschaftung umgestellt. Kinsey-Düngung, erweiterte Bodenanalysen, Gülleaufbereitung, Flächenrotte, Komposttee sowie Kompostierung der abgepressten Gärprodukte wurden in den Betriebsablauf integriert.

Humusbotschafter: Johann Falter, Landwirt
Auf dem Ackerbaubetrieb incl. Biogaserzeugung und Naturdüngerverarbeitungsanlage werden Silomais, Körnerroggen, Triticale, versch. GPS-Mischungen und verschiedene Arten von Körnerhirsen angesät. Es wird auf den Betrieb mit Untersaaten in fast allen Kulturen gearbeitet, vor allem aber auch bei Mais, um die stetige grüne Bodenbedeckung über den Winter zu haben. Der Betrieb wird seit 2015 pfluglos bewirtschaftet. Eingesetzt wird Fräse, Flächenrotte, effektive Mikroorganismen, Komposttee und MC-Kompost aus den abgepressten Gärresten. Mineral- und Pflanzenschutzmittel wurden stark reduziert. Der Betrieb beabsichtigt auf ökologischen Landbau umzustellen. Hr. Falter absolvierte die Ausbildung zum Groß- und Außenhandelskaufmann. Danach machte er die Ausbildung zum Landwirt welche er als Landwirtschaftsmeister abschloss. Anschliessend bildete er sich zum Agrarbetriebswirt weiter.

Laudator: Franz Herrler, Geschäftsführer Zweckverband der Wasserversorgung Laaber-Naab
56 Jahre alt, seit 33 Jahren in der Wasserversorgung tätig. Er hat bei der Stadt Berching gelernt und ist später als technischer Leiter der Wasserversorgung der Berching-Ittelhofener-Gruppe ausgeschieden. Seit 2001 ist er beim Zweckverband der Wasserversorgungsgruppe Laber-Naab tätig, bis 2005 als Geschäftsführer. Ab 2005 ist er betraut mit der Werkleitung. Herr Herrler ist Sprecher der Kooperation „Trinkwasserschutz Oberpfälzer Jura“ (12 Wasserversorger, 400.000 versorgte Einwohner, 20.000.000 m³ Wasserförderung), Beirat der Arbeitsgemeinschaft Wasser- Abwasser Niederbayern-Oberpfalz (Mitglieder sind 180 Gemeinden und Zweckverbände), Ausschussmitglied der bayerischen Zweckverbände und Dozent für den Bayerischen Gemeindetag in der Aus- und Weiterbildung.