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IG gesunder Boden - Nürnberg, 14.02.2018
Bioland Bayern wird Mitglied bei Interessengemeinschaft gesunder Boden
Auf der weltweit führenden Leitmesse für Bio-Lebensmittel, der Biofach in Nürnberg, unterzeichnete Josef Wetzstein, Geschäftsführender Landesvorsitzender Bioland Bayern, im Beisein von Franz Rösl, Vorstandsvorsitzender der Interessengemeinschaft (IG) gesunder Boden, als neues Verbandsmitglied die Mitgliedsurkunde IG gesunder Boden.

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Presseinhalte zum 2. Bodentag 21.11.2017
 

„Bodenschutz beginnt zuerst auf dem Acker“ „Interessensgemeinschaft gesunder Boden e.V.“ für einen nachhaltigen Ansatz im Ackerbau.

 

komplette Pressemappe zur Veranstaltung

 

ausgewählte Bilder der Veranstaltung

 

Weltbodentag 2017

Zum internationalen Tag des Bodens (World Soil Day) - 05.12.2017
Nur ein gesunder Boden liefert gesunde Lebensmittel!
Zum internationalen Tag des Bodens (World Soil Day) appelliert die Interessengemeinschaft gesunder Boden e.V. für einen nachhaltigen Ansatz im Ackerbau. Das EU-Forschungsprojekt SOILSERVICE, an den elf europäischen Universitäten und Forschungsinstitute beteiligt waren, hat bereits 2012 eindeutig festgestellt, dass eine intensive Landwirtschaft zu einem Verlust der biologischen Vielfalt im Boden führt. Enge Fruchtfolgen, intensive Düngung und ein hoher Pflanzenschutzmitteleinsatz, sowie das Fehlen von organischem Material führen zu einer Verschlechterung der biologischen Vielfalt im Boden, zu Humusschwund, Verdichtung und Erosion. Bodenprozesse werden reduziert und viele Bodenfunktionen und -leistungen können nicht mehr erbracht werden. Das bedeutet, dass nur ein gesunder Boden unsere Lebensgrundlage ist und damit gesunde Lebensmittel hervorbringt. Im Zuge des Klimawandels ist vermehrt mit Extremregenfällen, Hochwassergefahr und Dürre zu rechnen. Schon heute können unsere Böden diese Extremereignisse oft nicht mehr kompensieren. Um den Folgen des Klimawandels aktiv und prophylaktisch zu begegnen, müssten unsere landwirtschaftlich genutzten Böden durch ein angepasstes Humus- (- anreicherungs) -management fit gemacht werden, um ihre Wasseraufnahme und -speicherfähigkeit zu erhöhen. Die konsequente Anwendung humusaufbauender nachhaltiger, agrarökologischer Bodennutzungssysteme (Agroforstwirtschaft, Mischkultur, vermehrter Zwischenfruchtanbau, humusmehrende Düngung, mehrgliedrige Fruchtfolgen, angepasste Bodenbearbeitung, ausgewogene Nährstoffverhältnisse) ist daher zwingend notwendig.

Für einen europaweiten Bodenschutz und den Ausbau nachhaltiger Ackerbaumethoden fordern wir daher:
· Europas Böden brauchen ein Humusaufbauprogramm (Forschung, Bildung und Beratung), um sie fit für den Klimawandel zu machen, um auch künftigen Generationen gesunden Boden zu überlassen.
· Wir brauchen eine Intensivierung der einzelbetrieblichen Beratung im Bodenschutzmanagement.
· Die Forschung in den Bereichen Zwischenfruchtgemenge, Untersaaten und Mischkulturen für ökologische und konventionelle Systeme muss intensiviert werden.
· Die Verwendung von Totalherbiziden (z. Bsp. Glyphosat) muss ausgeschlossen werden. Die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln muss auf ein Minimum beschränkt werden.
· Europa braucht eine Bodenschutzstrategie. Deutschland muss seine Verantwortung für den europäischen Bodenschutz wahrnehmen, die Blockadehaltung gegen eine europäische Boden-Rahmenrichtlinie aufgeben und eine konstruktive, gestaltende Rolle einnehmen.
· Der negativen Auswirkung auf den Humus bzw. das Bodenleben durch den Einsatz von Gülle und Gärreste muss künftig mehr Beachtung geschenkt werden. Die Qualität von organischen Düngern muss in ihrer Bodenwirkung differenzierter betrachtet werden,
  die Möglichkeiten zur Verbesserung genutzt, und gesetzlich angemessene Förderung oder Restriktion erfahren.
· Die Zulassung von Tierarzneimitteln muss die Auswirkung auf die Umwelt stärker berücksichtigen. Die Verbreitung und Resistenz-Wirkung von Antibiotika über organische Dünger aus Intensivtierhaltung muss dringend zurückgeschraubt werden.
  Tierhaltung, die Gewässer und Böden mit medikamentenbelasteten organischen Düngemitteln belastet, ist nicht mehr haltbar.
· Das Wissen um alternative Bodenbearbeitungssysteme, die ohne Glyphosat und Pflanzenschutzmittel auskommen, müssen allen Landwirten und Anwendern bekannt gemacht werden.

Logo der IG Boden mit Text

 

Logo der IG Boden ohne Text

 

Imagebild:
Lebend verbauter, krümeliger Boden.